Samstag , 20 Oktober 2018
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Gutes Katzenfutter: Was ist eigentlich gutes Katzenfutter?

Die Qualität ist eine Frage des Preises und der Marke. Viele Katzenbesitzer betrachten die Futterauswahl aus dieser Perspektive und zahlen für die Ernährung ihrer Stubentiger mehr Geld als nötig. Was zeichnet ein gutes Katzenfutter wirklich aus und welcher Zusammenhang zwischen dem Angebotspreis und der Qualität besteht?

Fakt ist: teuer muss nicht primär hochwertig bedeuten!

Um die Katze gesund zu ernähren und hochwertige Futtermittel zu wählen, solltest du die Bedürfnisse und Verdauung deiner Katze kennen. Katzen sind reine Fleischfresser und nehmen pflanzliche Nährstoffe “nebenbei” mit der gefangenen Maus auf. Wenn du diesen Aspekt beherzigst, bist du auf der Suche nach gutem Katzenfutter auf dem richtigen Weg.

Die Besonderheiten des Stoffwechsels einer Katze

Deine Hauskatze kann sich nicht am natürlichen Speiseplan bedienen und ist darauf angewiesen, dass du für sie nur gutes Katzenfutter auswählst. Die natürlichste Ernährung basiert auf Mäusen, Ratten und jungen Kaninchen. Darauf müssen reine Stubentiger allerdings verzichten, wodurch du die ausgewogene Ernährung verantwortlich bist und die Wahl des Futters mit Bedacht treffen solltest. Katzen sind kleine Raubtiere, die einige Nährstoffe in bereits aufgeschlüsselter Form benötigen. Im Gegensatz zum Hund fehlen der Katze wichtige Prozesse in der Verstoffwechselung. Dadurch können pflanzliche Nährstoffe nicht aufgespalten werden und verlassen den Darm unverdaut. Da die Katze aber durchaus Vitamine und pflanzliche Fette für ein gesundes Leben benötigt, nimmt sie diese Stoffe als Bestandteil der tierischen Kost auf.

In der Natur frisst die Katze eine Maus, die sich von Pflanzen ernährt hat. Die Maus spaltet diese Nährstoffe auf und die Katze verdaut die fleischliche Kost inklusive der aufgespaltenen Pflanzenfasern problemlos. Taurin, Calcium und Phosphor sind drei weitere elementare Bestandteile einer vollwertigen Ernährung. Beim Mangel an Taurin neigen Katzen zur Erblindung. Ein zweischneidiges Schwert ist Phosphor. Es dient dem gesunden Knochenaufbau und ist ebenso wichtig wie Calcium. Gibt man zu viel, schädigt der hohe Phosphorgehalt die Nieren und belastet die Tiergesundheit.

Die Besonderheiten im Stoffwechsel von Katzen sind ein wichtiges Auswahlkriterium bei Katzennahrung. Wirklich hochwertiges, gutes Katzenfutter ist auf diese Besonderheit abgestimmt und beinhaltet alle lebenswichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis.

Bild Katze und Hund

Warum Hundefutter keine Alternative ist

Wer Hund und Katze gemeinsam hält, könnte der Versuchung erliegen, seine beiden Mitbewohner aus einem Napf fressen zu lassen. Während Hunde durch den Verzehr von Katzennahrung “nur” zunehmen, kann die Fütterung von Katzen mit Hundefutter zu gesundheitlichen Schäden führen. Denn das Mischungsverhältnis der Nährstoffe macht den Unterschied. Katzen benötigen viel Fleisch und wenig Kohlenhydrate, die bereits aufgespalten und somit verdaulich sein müssen. Calcium und Phosphor werden für gesunde und stabile Knochen benötigt, müssen aber in ihrer Menge auf den täglichen Bedarf der Katze abgestimmt sein. Am besten siehst Du von Futtermitteln mit einem hohen Anteil an Tiermehl ab. Dieses ist nicht nur unnötig, sondern aufgrund seiner unbekannten Zusammensetzung ehr schädlich als nützlich. Hundefutter enthält kaum bis gar kein Taurin, wodurch der Katze ein lebenswichtiger Nährstoff verwehrt bleibt. Auf lange Sicht führt die Ernährung mit Hundefutter zu enormen Mangelerscheinungen bis hin zur Erblindung deiner Katze.

Du suchst gutes Katzenfutter und überlegst, welcher Hersteller oder welche Marke ideal ist? Hier kannst du in der Vielfalt der Möglichkeiten wählen und dich auch vom “Geschmack” des Stubentigers leiten lassen. Die besten Katzenfutter nützen ja nichts, wenn sie von deiner Katze abgelehnt und links liegen gelassen werden. Hier heißt es “probieren” und ein gutes Katzenfutter zu finden, dass beim Stubentiger auf Akzeptanz stößt.

Gutes Katzenfutter kann durchaus preisgünstig sein!

Wie teuer ist gutes Katzenfutter? Anders formuliert: kann es sich bei preiswerten Futtermitteln um gutes Katzenfutter handeln? Die Frage lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Nicht jeder Hersteller hochpreisiger Katzennahrung nimmt die Zusammensetzung seiner Produkte anhand der wichtigen Faktoren zur Verdauung vor. So beinhalten manche sehr hochpreisige Katzenfutter zwar ausreichend Taurin und wenig Phosphor, dafür aber eine große Menge an frischen Erbsen und Möhren. Auch die Menge des enthaltenen Tiermehls ist keine Preisfrage. Hersteller, die sich auf gutes Katzenfutter in einer ausgewogenen Zusammensetzung konzentrieren, verzichten auf die Beigabe von Tiermehl und stellen ihre Futtermittel ohne künstliche Lock- und Aromastoffe her. Das beste Katzenfutter ist auf rein natürlicher Basis mit einem hohen Fleischanteil und wenig Pflanzenfasern in aufgeschlossener Form gefertigt. Es verbreitet keinen intensiven Geruch und kommt ohne künstliche Verstärker aus. Es kann daher vorkommen, dass sich deine Katze anfänglich gegen die Nahrungsumstellung wehrt und den Napf mit unwilligen Blicken bedenkt. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob es sich um ein sehr hochpreisiges oder um ein günstiges Futter handelt.

Bild Katze mit Fisch

Die richtige Auswahl anhand der Inhaltsstoffe treffen

Ein gutes Katzenfutter findest du am ehesten, wenn du dir Zeit für den Vergleich der Inhaltstoffe nimmst. Lies die Aufschrift auf der Verpackung ausführlich und vergleiche verschiedene Angebote anhand ihrer Zusammensetzung. Beim Tierarzt und in biologischen Futterhandeln findest du eine reichhaltige Auswahl an Produkten, die die Gesundheit der Katze fördern und von Experten empfohlen werden. Auch im Supermarkt und im klassischen Zoohandel kannst du im Inhaltsstoffvergleich ein nahrhaftes und ausgewogen konzipiertes Katzenfutter finden. Der Wechsel zwischen Nass- und Trockenfutter sorgt für Abwechslung auf dem Speiseplan und wird von Katzen geschätzt. Für eine besonders natürliche Ernährung bietet sich Rohfutter an. Beim Barfen hast du die Sicherheit, dass die Tiernahrung garantiert frei von chemischen Zusätzen und Geschmacksverstärkern ist. Eine zusätzliche Gabe von Vitaminpasten und Taurin-Präparaten ist in diesem Fall allerdings zu empfehlen. Orientiere dich nicht primär am Geschmack der Katze, sondern triff als Tierhalter eine gute Entscheidung für die Gesundheit des Stubentigers. Nicht am Preis, am Geruch oder an der Farbe des Produkts, sondern allein an der Zusammensetzung und der Auswahl der Inhaltsstoffe kannst du ein gutes Katzenfutter erkennen.

Ein wichtiger Hinweis: Katzen sollten in Bezug auf ihre Größe, ihr Alter und ihr Gewicht ernährt werden. Junge Stubentiger haben einen anderen Nährstoffbedarf als eine ältere und weniger aktive Katze. Ein gutes Katzenfutter ist auf die individuellen Bedürfnisse des Tieres und auf seine Lebensumstände abgestimmt. Daher sollte man unbedingt zu einem Futter greifen, das nicht nur die richtige Nährstoffzusammensetzung, sondern auch die richtige Menge an lebenswichtigen Nährstoffen anhand der Gegebenheiten liefert.

Um Katzen artgerecht zu ernähren, müssen ihre Besitzer nicht zum Mäuse- oder Kaninchenjäger werden. Im Handel gibt es eine große Auswahl für gesundes Katzenfutter und tierische Abwechslung auf dem Speiseplan. Wichtig ist, dass das Futter ausreichend Proteine, Kohlenhydrate und Vitamine sowie gesunde Fette beinhaltet. Ob du die Katze barfst oder mit klassischem Nass- und Trockenfutter ernährst, kannst du individuell entscheiden. Ein gutes Katzenfutter erkennst du daran, dass es optimal verdaut und verhältnismäßig geruchsneutral ausgeschieden wird. Übelriechender Katzenkot basiert auf unnötigen Zusatzstoffen und unverdaulichen Ingredienzen in der Tiernahrung. Wenn du hingegen auf gutes Futter vertraust, dankt es die Katze mit Wohlbefinden, einem langen Leben ohne Verdauungsstörungen und glänzendem gesunden Fell.

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Titelbild – Surprise / Pixabay.com (CC0 Creative Commons)
Katze und Hund – StockSnap / Pixabay.com (CC0 Creative Commons)
Katze mit Fisch -Rsape / Pixabay.com (CC0 Creative Commons)

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