Samstag , 20 Oktober 2018
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getreidefreies Hundefutter
Verträgt Ihr Hund Futter mit Getreide oder doch lieber getreidefreies Futter?

Getreidefutter für Hunde – gut oder schlecht?

Der Mensch bevorzugt eine abwechslungsreiche Speisekarte. Warum sollte das bei Ihrem Hund anders sein? Wie legt man so eine Speisekarte fest, welche Inhaltstoffe dürfen und müssen in der Hundeernährung enthalten sein und auf welche Nahrung kann der Hund gut und gerne verzichten?

Tipps und Tricks gibt es von Hundebesitzern und Hundebuchautoren in vielfacher Ausfertigung. Vertiefen Sie sich in Gespräche über Ernährung bei Hunden, werden Sie als Hundebesitzer feststellen: Das für diesen Hund gut ist, kann bei anderen Hunden sogar lebensgefährlich werden. Im besten Fall endscheidet Ihr Hund selbst, was ihm schmeckt. Ein Arzt kann im Zweifel einen ganz individuellen Speiseplan gestalten und festlegen, aus welchen Komponenten die Nahrung Ihres Hundes bestehen darf und welche unbedingt vermieden werden sollen.

Hundefutter
Welches Futter und welche Inhaltsstoffe verträgt ihr Hund wirklich?

Kann man sich auf die Werbung verlassen?

Hier streiten sich Hundebesitzer. Die einzelnen Gründe aufzulisten, würde an dieser Stelle zu ausufernden Lösungsansätzen erfolgreichen Marketings führen und weit weg von der Ernährung des Hundes.

Dennoch: Wenn man gewisse Regeln einhält, kann Werbung über Hundefutter nützlich sein. Sie präsentiert die Bandbreite an Hundefutter, gibt aktuelle Trends vor und bestimmt den Preis. Jetzt gilt es nur noch, sich über die Inhaltsstoffe sowie dessen Herkunft zu informieren. Ebenso ist es wichtig, herauszufiltern, welchen Anteil gewisse Inhaltsstoffe im Hundefutter besitzen. Diese Informationen werden umso wichtiger, wenn Ihr Hund auf bestimmte Lebensmittel oder Zusatzstoffe reagiert. Getreide im Hundefutter stehen seit eh und je in der Diskussion von Hundebesitzern.

Was verträgt Ihr Hund nicht?Getreidefreies Futter für Hunde

Wie bereits oben beschrieben, kann man diese Informationen nicht aus dem Internet oder der Zutatenliste entnehmen. Diese Entscheidung trifft der Arzt, individuell abgestimmt auf Ihren Hund. Im Zweifel gilt es, Allergien und Nahrungsunverträglichkeit durch den Arzt zu ermitteln. Oftmals werden sie auf Getreide im Hundefutter zurückgeführt. Doch ebenso können weitere Zusatzstoffe, Aromen, Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder im seltenen Fall Proteine aus der Fleischnahrung Allergien oder eine Unverträglichkeit auslösen. Erste Anzeichen sind allergische Hautreaktionen, Haarausfall, Durchfall oder Störungen beziehungsweise chronische Entzündungen im Verdauungstrakt. Eine Futtermittelallergie kann entsprechend aus einer oder mehreren Komponenten bestehen. Das Getreideeiweiß zählt zu den am meisten genannten Allergenen bei Hunden.

Ist jedes Getreide im Hundefutter ein Tabu?

Auf der Welt gibt es unzählige Getreidearten. Sollte Ihr Hund einmal auf Diät gesetzt werden oder eine Krankheit besitzen, die eine Schonkost abverlangt, rät der Arzt sogar zu Hirse oder Hafer. Einige Hundebesitzer geben ihrem Hund von Anfang an, bewusst diese Getreidesorten zum Hundefutter. Getreide enthält Stärke und ist aus diesem Grund für den Hund ein schneller Energieträger. Je lebendiger Ihr Hund ist, umso wichtiger könnte es werden, das pflanzliche Eiweiß als eine wertvolle Nahrungsergänzung zu tierischen Eiweißen anzusehen.

Welches Getreide darf nun ins Hundefutter?

Das Lesen der Inhaltsstoffe bei Hundefutter wird bei der bewussten Ernährung Ihres Hundes immer wichtiger. Hunde sind keine reinen Pflanzenfresser. Hundefutter mit einem hohen Anteil an Getreidesorten sollten lieber im Regal verbleiben. Auf dem deutschen Markt wird dem Hundefutter häufig Mais, Weizen, Hafer, Reis oder Hirse zugesetzt. Sie zählen zu den billigsten Getreidesorten. Dennoch sollte man diese Getreidesorten nicht zu schnell vorverurteilen. Der Hund, so wie er heute unter uns verweilt, wählt seit Generationen keineswegs mehr sein eigenes Futter. Sein Jagdinstinkt ist aus diesem Grund stark eingeschränkt. Er frisst, was der Mensch glaubt, dieses oder jedes wäre das Beste für ihn. Mit dieser Einstellung haben wir den Hund für unser Essen sensibilisiert. Die genannten Getreidesorten sind dem Hund also bekannt. Spezielle Getreidesorten wie beispielsweise das Amaranth können dem Hund gut tun, aber genauso ebenfalls unverträglich sein. Mehr Infos über getreidefreies Hundefutter gewünscht? Die können Sie hier nachlesen.

Beschaffenheit des Getreides im Hundefutter

Die genannten Getreidesorten werden dem Hundefutter auf unterschiedliche Weise beigefügt. Viele Hersteller mengen Getreidemehl unter das Futter. Einige Anbieter meinen es besonders gut und setzen auf Vollkornmehle. Diese mögen einen hohen Energiewert und Vitamine in ihren Schalenanteilen besitzen, doch zur Erinnerung: Der Verdauungstrakt des Hundes ist nicht als Pflanzenfresser ausgelegt. Ganz anders gestaltet sich die Situation mit der Beigabe von Getreideflocken. Die Art der Herstellung bringt ein leicht verdauliches Produkt hervor. Der Herstellungsprozess sorgt allerdings für den Verlust an Vitaminen. Vorausgesetzt Ihr Hund zeigt auf Weizen und Hafer keinerlei allergische Reaktionen, wird die Kleie am besten vertragen. Wird ein Hund auf Diät gesetzt, verordnen Ärzte sogar die Beigabe von Kleie aus Weizen oder Hafer. In der Kleie besitzt einen ausgesprochen hohen Anteil an Ballaststoffen, ist sättigend und fördert den Verdauungsprozess.

Alternativen zu Getreide im Hundefutter

Der Trend der Menschen liegt derzeit auf vegane und vegetarische Ernährung. Das bedeutet, dass in vielen Haushalten auf tierische Produkte verzichtet wird. Aber für Hunde ist dieser Trend keineswegs zu empfehlen. Gemüse kann eine Alternative zu Getreide im Hundefutter darstellen. Karotten und Kartoffeln sind sehr empfehlenswert. Wenn Sie dem Hundefutter spezielle Kräuter beimengen, können diese ihre entsprechende Wirkung entfalten. Spätestens jetzt sollte jedem Hundehalter klar werden, welche Einfluss Nahrungsmittel auf den Hund besitzen können. Während Kamille beruhigend wirkt, zeigen andere Kräuter eine ganz andere Wirkung. Halten Sie bitte immer Rücksprache mit dem Arzt.

Was ist mit BIO?

Nach Expertenmeinung hält der Trend zu Bioprodukten weiterhin an. Immer mehr Menschen setzen auf Regionalität und hinterfragen die Herkunft der Produkte. Das Identifizieren von Inhaltstoffen steht dabei an erster Stelle. Das Hinterfragen von Herkunft und Beschaffenheit der Inhaltsstoffe kann und darf man sehr gerne auf die Auswahl des Hundefutters übertragen. Die geprüften Bio-Siegel können helfen, sich auf dem Markt zu orientieren. Die Entwicklung Bio-Hundefutter mit und ohne Getreide steht jedoch ganz am Anfang.

Was ist mit Trends ohne Getreide im Hundefutter?

Hinter den Trends stecken oft verrückte Ideen. Zum Beispiel gibt es die Empfehlung, Joghurt in Bechern wegfrieren und dem Hund als Hundeeis im Sommer anbieten. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Ein beliebtes, von Menschenhand verarbeitetes Milchprodukt würde kein Tier in der freien Wildbahn anrühren. Solche Trends braucht kein Hund, auch wenn sie noch so lieb gemeint sind.
Ein anderer Trend steht derzeit zur Debatte: B.A.R.F. In diese Abkürzung werden verschiedene Interpretationen hineingelegt. Alle haben jedoch die natürlichste Art der Hundeernährung zu Grunde gelegt, welche an die Ernährung der Wölfe anlehnt wird. Die Anzahl der Hundehalter, die hierbei auf rohes Fleisch und Knochen setzen, gepaart mit einem minimalen Anteil an Pflanzen und Gemüse, nimmt immer mehr zu.

Tipp: Prüfen Sie genau, was im Hundefutter steckt. Geben Sie das, was Ihrem Hund instinktiv schmeckt und gut bekommt. Achten Sie auf Ernährungshinweise und halten Sie stets Rücksprache mit dem Hundearzt Ihres Vertrauens. Dann kann Getreide im Hundefutter für Ihren Hund eine wunderbare Nahrungsergänzung sein.

Bilder:
Titelbild: Urheberrecht: aopsan / 123RF Stockfoto
Hundefutterwahl – Urheberrecht: tkatsai / 123RF Stockfoto
Getreidefreies Futter für Hunde – Urheberrecht: hannamariah / 123RF Stockfoto

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