Dienstag , 21 Mai 2019
Home » Katzen » Haltung von Katzen » Wie finden Katzen wieder nach Hause?

Wie finden Katzen wieder nach Hause?

 

Mit ihrem Ortsgedächtnis finden Katzen auch von unbekanntem Terrain aus wieder nach Hause. Dieser ausgezeichnete Orientierungssinn basiert auf gespeicherten Sinneseindrücke von Bildern und Tönen. Sind Katzen an einem unbekannten Ort, können sie dieses Hörbild abrufen und finden so den Weg nach Hause.

12 Kilometer ohne Navi

Katzen sind klug, schön, eigensinnig und ein beliebtes Haustier. Wenn eine Samtpfote eines Tages nicht mehr nach Hause kommt, ist der Katzenjammer groß. Doch werfen Sie nicht direkt die Flinte ins Korn! Denn Katzen besitzen einen ausgesprochen guten Orientierungssinn. Durch das so genannte Ortsgedächtnis finden Katzen über mehrere Kilometer wieder nach Hause – sogar wenn sie keine Freigänger sind.

Berichten zufolge fanden Katzen schon 3000 Kilometer fernab der Heimat wieder nach Hause. Diese und ähnliche Kilometerangaben sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen allerdings eher Zufälle. Belegt ist ein anderer Wert: Mit ihrem Ortsgedächtnis schaffen es die meisten Katzen aus 12 Kilometer Entfernung wieder in ihr heimisches Körbchen.

Hörbild als Routenplaner

Wie die Katzen auf unbekanntem Terrain nach Hause finden, erforschen verschiedene Wissenschaftler seit den zwanziger Jahren. Eindeutig lösbar ist das Rätsel bis heute nicht. Die Magnetfelder der Erde sind verantwortlich, sagen die einen, alles pures Training, die anderen. Nach Experimenten und Studien gehen die meisten Experten allerdings davon aus, dass Katzen sich in erster Linie an bekannten Geräuschen und Bildern ihres Umfeldes orientieren. Das sind zum Beispiel die Kirchenglocken und der dazugehörige Kirchturm oder die weit entfernte Bahnstrecke. Die feinen Sinne der Katzen speichern diese Umgebungsgeräusche und die dazugehörigen Bilder ab. Diese formen sie zu einem Hörbild und rufen dieses bei Bedarf ab, um den Weg zurück zu Ihnen nach Hause zu finden.

Die Sonne zeigt den Weg

Ein weiterer Punkt ist die Sonne. Das Gehirn der Katzen merkt sich den heimischen Sonnenstand zu unterschiedlichen Tageszeiten. Ist die Katze dann in einem unbekannten Revier, steht die Sonne in einem anderen Winkel. Die Samtpfote ruft den ihr bekannten Sonnenstand ab und “berechnet” ihn neu. So findet Sie die richtige Richtung nach Hause. Diese Art des Heimfindevermögens verwenden auch Zugvögel und heißt “Astronavigation“.

Besseres Ortsgedächtnis bei Freigängern

Reine Stubentiger haben übrigens nicht so ein ausgeprägtes Ortsgedächtnis wie Freigänger. Dies liegt daran, dass Freigänger einen größeren Radius rund um ihr Heim erkunden. Dadurch erhalten sie gleichzeitig auch mehr Sinneseindrücke als die Katzen im Haus. Daraus resultiert ein exakteres Hörbild, über die sie an fremden Orten zur Orientierung verfügen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.