Wie alt werden Katzen?

Schön ist es, wenn Mensch und Katze gemeinsam altern...

Wie alt Katzen werden, hängt von vielen Faktoren ab. Sind sie Freigänger? Wie sind die Erbanlagen? Welches Futter bekommen sie? Finden regelmäßige Tierarztbesuche statt? Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt derzeit bei 15 Jahren, aber es gibt große Abweichungen in beide Richtungen.

23 Jahre alte Katzen-Omi

Wenn Sie sich eine Katze anschaffen, sollten Sie sich dessen bewusst sein, dass Sie damit eine Entscheidung für mehr als einen Augenblick treffen. Der Comedian Ralf Schmitz kann ein Lied von der Lebenserwartung bei Katzen singen und schreibt immer wieder diverse Gags darüber darüber. Mit seiner Katzendame „Minka“ teilt er nämlich seit über 23 Jahren fast alles.

Den absoluten Altersrekord hält eine Tabbykatze namens „Puss“, die 36 Jahre alt wurde. Das ist jedoch ein Ausnahmefall. Berichte über Katzen, die es auf über 40 Jahre brachten, existieren. Sie sind aber mehr als vage.

Einen deutlichen Unterschied gibt es zwischen Freigängern und Wohnungskatzen. So werden erstere im Schnitt nur acht Jahre alt. Stubentiger haben eine weitaus höhere Lebenserwartung. Hoch gezüchtete Rassekatzen sterben in der Regel früher als Mischlinge. Das liegt auch an der hohen Inzuchtrate der Edeltiere. Gut für ein langes, glückliches Katzenleben sind eine ausgeglichene Ernährung und turnusmäßige Impfungen gegen Katzenseuche & Co.

Darüber, wie Katzenjahre in Menschenjahre umgerechnet werden, existieren verschiedene Meinungen. Die gängige Annahme ist jedoch, dass ein Jahr im Leben einer Katze sieben Lenzen im Leben eines „Dosenöffners“ entspricht.

Diverse Alterserscheinungen

Ab einem Alter von zehn bis zwölf Jahren gelten Katzen als alt. Sie werden ruhiger, schlafen mehr und werden oft auch kontaktfreudiger. Meist geht damit einher, dass das Fell der Katzen dünner und weniger glänzend sowie die Barthaare weiß werden. Einige Tiere werden fett, der größte Teil verliert im Greisenalter eher an Gewicht. Auch Sehvermögen und Hörkraft lassen allmählich nach. Nicht selten erscheinen die Augen durch eingelagertes Bindegewebe blaugrau.

Da mit dem Alter auch die Anfälligkeit für ernsthafte Erkrankungen steigt, sollten Sie ihre Katze nun gut beobachten. Außerdem sind regelmäßige Geriatrie-Untersuchungen beim Tierarzt ab sofort ein Muss. Vor allem, um Krankheiten früh erkennen und behandeln zu können. Da die häufigste Todesursache der Katzen Nierenleiden beziehungsweise Nierenversagen ist, sollten häufiges Wasser lassen und Durst als Warnsignale besonders ernst genommen werden.

Wenn Sie jedoch merken, dass Ihrer Katze das Leben trotz aller Fürsorge und ärztlicher Unterstützung keine Freude mehr macht, sollten Sie an Abschied denken. Der letzte Weg zum Tierarzt ist schmerzlich, aber am Ende eine Erlösung für ihren langjährigen Gefährten.

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