Rosenköpfchen – Papageien mit viel Anmut

Die Haltung von Vögeln als Haustieren ist schon seit Jahrhunderten beliebt. Nicht umsonst haben sogar Könige und Kaiser auch die verschiedensten Vögel gehalten. Besonders exotischere Arten, wie Papageien wurden und werden immer noch sehr gerne gehalten. Schließlich sind sie schön bunt und bringen Freude ins Leben. Die Rosenköpfchen gehören dabei zu den beliebteren Papageiarten. Schließlich sind sie ganz besondere Papageien. Nicht umsonst werden sie auch oft als „Liebesvögel“ symbolisch dargestellt.

Rosenköpfchen – die besonderen Papageien

Rosenköpfchen, auch unter Agapornis roseicollis bekannt, sind der Familie der Papageien angehörig. Sie gehören zur Gattung der Agaporniden, was auch mit „Unzertrennliche“ übersetzt wird. In der Natur haben die Rosenköpfchen ihre Heimat im südwestlichen Afrika in den Küstenregionen von Angola bis hin nach Botsuana. Die dortigen Verhältnisse sind eher als felsig mit Buschwerken zu beschreiben. Die Rosenköpfchen brauchen also nicht den tropischen Regenwald, damit sie es bei Ihnen zu Hause gemütlich haben.

Allerdings ist das besondere Merkmal der Rosenköpfchen nicht ihre Lebensweise, sondern ihr einzigartiges Aussehen. Schließlich sind die bis zu 17 cm großen und kompakt gebauten Papageien toll gefärbt. Ihr Hauptgefieder ist in allen Facetten von Grün gehalten, wobei der Vorderkopf ein tolles Rot hat, das sich bis auf die Brust erstreckt. Einen wirklichen Augenring haben die Rosenköpfchen jedoch nur ansatzweise. Der Schnabel ist in einem hornfarbenen Ton gehalten. Diese Farbkombination sieht einfach nur genial aus und Sie werden wohl vor allem in den ersten Wochen kaum die Augen von Ihren Rosenköpfchen lassen können.

Rosenköpfchen
Halten Sie Rosenköpfchen nie allein

Mit der richtigen Haltung zum langen Leben

Rosenköpfchen können ein langes und glückliches Leben führen. Jedoch klappt das natürlich nur mit einer guten Haltung und der richtigen Pflege. Aber wenn das alles stimmt, dass können sie bis zu 20 Jahre alt werden. Im Übrigen ist auch das ein Faktor, den Sie vor der Anschaffung von Rosenköpfchen bedenken sollten. Schließlich ist mit bis zu 20 Jahren die Lebenserwartung deutlich höher als bei einem Hamster. Wie Sie bereits gelesen haben, gehören die Rosenköpfchen zu den „Unzertrennlichen“. Und das ist auch wirklich wörtlich zu nehmen. Sie sollten diese wunderschönen Papageienvögel niemals alleine Halten.

Auch in freier Wildbahn leben sie immer in Gruppen von mindestens fünf Tieren. Daher sollten Sie die Rosenköpfchen auch zu Hause immer in Gruppen oder zumindest als Paar halten, damit sie sich wohlfühlen. Dabei spielt es auch keine Rolle, welches Geschlecht die Tiere haben, außer Sie haben die Absicht zu züchten. Natürlich braucht die Haltung daher auch ihren Platz. Bei der Haltung in Zimmern sollte die Voliere eine Größe von mindestens 1 x 1 x 1,5 m (L x B x H) haben.

Größer ist den Rosenköpfchen natürlich immer willkommen. Außenvolieren hingegen sollten naturgemäß auch größer sein und mindestens 2 x 2 x 2 m groß sein. Im besten Fall verbinden Sie natürlich beide Volieren mit einem Schieber, sodass die Vögel bei Bedarf auch leichter eingefangen werden können. Zudem sollten Sie nicht unbedingt Zimmerpflanzen nutzen, falls Sie Ihre Rosenköpfchen frei im Zimmer fliegen lassen. Ansonsten könnte nämlich Vergiftungsgefahr bestehen, da die Pflanzen angefressen werden könnten.

Mit der richtigen Ernährung zum Glück

Ihre Rosenköpfchen möchten natürlich nicht nur schön wohnen, sondern auch gut essen. Als Grundnahrung sollten Sie Körnerfutter verwenden, das Sie je nach Bedarf beispielsweise, wenn Ihre Rosenköpfchen viel herumfliegen auch noch mit Sonnenblumenkernen ergänzen können. Zudem brauchen diese Vögel auch eine ordentliche Mineralien- und Vitaminzufuhr. Die bekommen sie durch Wildkräuter sowie Obst und Gemüse. Sie sehen also, dass Rosenköpfchen Abwechslung auf ihrem Speiseplan brauchen, zumindest was das Obst und das Gemüse betrifft. Sie müssen stets darauf achten, dass Ihre neuen Mitbewohner auch immer ausreichend sauberes Trinkwasser haben und dass die Näpfe und Schälchen zumindest einmal wöchentlich eine Grundreinigung bekommen, so wie die Voliere.

Rosenköpfchen
Achten Sie auf abwechselungsreiche Ernährung

Wie lassen sich Rosenköpfchen erziehen?

Zunächst einmal werden Sie es äußerst schwer haben, die Rosenköpfchen zahm zu bekommen. Sie sind schließlich genetisch gesehen immer noch Wildvögel und lassen sich daher nur schwer „erziehen“. Dennoch sollten Sie natürlich etwas „gehorchen“, falls Sie Ihre Rosenköpfchen frei fliegen lassen. Sie sollen ja auch wieder zurückkommen. Daher etwa ein bis zwei Stunden vor dem Freiflug das Futter aus der Voliere nehmen, damit sie hinterher wieder hungrig und freiwillig in die Voliere fliegen. Im Übrigen empfiehlt es sich, die Rosenköpfchen auch an einen Handschuh und eine Transportbox zu gewöhnen, damit der Tierarztbesuch entspannter abläuft.

Was noch vor dem Kauf beachten?

Wie Sie gesehen haben, sollten Sie nicht nur bedenken, dass die Rosenköpfchen sehr alt werden können. Vor allem müssen Sie auch den Platz, den diese schönen Papageien brauchen, immer im Hinterkopf halten. Denn es wäre nicht artgerecht und Tierquälerei, wenn Sie den Tieren keinen Platz zum Fliegen geben würden. Allerdings müssen Sie unbedingt auch bedenken, dass Sie mindestens zwei Rosenköpfchen kaufen müssen, besser aber noch mehr. Und das kann zu einer erheblichen Lärmbelästigung führen. Rosenköpfchen haben nämlich eine sehr ausgeprägte und starke Stimme.

Gerade in Bezug auf eine gute Nachbarschaft, sollten Sie diese Tatsache gut überlegen. Zudem ist es sinnvoll, vorher in Erfahrung zu bringen, ob Sie nicht vielleicht eine Allergie gegen Federstaub oder Federn haben, denn auch das kommt manchmal vor und trägt dazu bei, dass die Vögel zu oft in Tierheimen landen. Des Weiteren kommen natürlich dann noch die typischen Vorkehrungen wie beispielsweise, dass Sie jemanden haben, der Ihre Rosenköpfchen versorgen kann, wenn Sie krank oder im Urlaub sind.

Bilder: Pixabay.com

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